Bezeichnet den Übergang von analogen zu digitalen Systemen. Häufig wird darunter auch die digitale Transformation von Unternehmen und der Gesellschaft als Ganzes verstanden.

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Intelligente und personalisierte Agenten die Internetnutzer unterstützen

Vor knapp zwölf Jahren, am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs, der Gründer von Apple, das erste iPhone auf der Macworld in San Francisco vor. Die Menschen waren begeistert und jubelten, sowas hatte die Welt vorher in der breiten Masse noch nicht gesehen. Jeder sprach darüber es war einer der Wendepunkte in der Benutzung des mobilen Internets. Ohne das Smartphone, wären die sozialen Netzwerke nie so erfolgreich geworden. Jeder fing an über sein Mobiltelefon, Bilder und später sogar Live-Videos zu posten.

Die Vorstellung der ersten iPhone Generation veränderte die Benutzung des Internets radikal (Bildquelle: Wikipedia)

Das erste Smartphone bringt das Web 2.0 so richtig in Fahrt

Was das Web 2.0 ausmachte? Es war das Web von Mashups, Social Networking und eine Zeit, in der große Suchmaschinen sogar irgendwann personalisierte und lokale Suchergebnisse liefern. Wo zu guter Letzt die Taxibestellung über das Smartphone in wenigen Sekunden stattfindet und wo man sich den Weg durch unbekannte Orte auf dem Handy anzeigen lassen kann. All dies ist eine erstaunliche “Errungenschaft”, wenn man bedenkt welche Hürden man vorher dafür aufgenomen hatte. Mehr über die Entstehung und Geschichte des Internets.

Das Smartphone ist mittlerweile unser ständiger Begleiter geworden

Wir sind Mitten im Web 3.0 angekommen

Was war der Preis für diesen Komfort? Jeder kann selbst Bilanz daraus ziehen mein Fazit lautet, sehr viele Informationen und das ständig. Kommt es Ihnen auch manchmal so vor das wir in einer Welt voller digitaler Reizüberflutung leben und doch nehmen wir das lieber in Kauf, anstatt auf unsere praktischen “mobilen Apps” zu verzichten.

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Fühlen sie sich von der digitalen Welt erdrückt? (Bildquelle: digitalculturist.com)

Intelligente und personalisierte Agenten könnten sich künftig um mein “Digitales-Ich” kümmern und mir viel Zeit vor dem Handy sparen

Keine Angst, es gibt eine Lösung für die Reizüberflutung am Smartphone. Digitale und intelligente Agenten übernehmen im kommenden Web 4.0 die Aufgaben, die man heute noch am Handy erledigt. So kann “Mir”, mein digitaler Assistent, schnell und zuverlässig ein Zugticket buchen, oder eine personalisierte Zusammenfassung meiner wichtigsten Nachrichtenportale während der Busfahrt vorlesen.

Das neue Web 4.0 ist sowohl sozialer, als auch enger miteinander vernetzt worden. Chatbots und intelligente Spracherkennung sind nur der Anfang einer neuen Ära des Internets. Der Ära des Web-Operating-Systems! Wohin das führt?

Das Web 4.0 bietet Nutzern neue smarte Anwendungen

Der Ex-Google-Chef Eric Schmidt, hat es erst kürzlich treffend auf den Punkt gebracht:

“Wir bauen oft nicht die besten Technologieplattformen, um große soziale Herausforderungen zu bewältigen, denn oft gibt es kein unmittelbares Versprechen auf einen kommerziellen Gewinn”, schrieb Schmidt in seinem Aufruf.

“Es gibt eine Million E-Commerce-Shops, aber nicht genug Spezialplattformen für den sicheren Austausch und die Analyse von Daten über Obdachlosigkeit, Klimawandel oder Flüchtlinge.”

Schmidt’s hat diese Erwähnung von sozial bewusster Technologie in seiner Abschlussrede weggelassen, sagte aber, dass er viele Innovationen aus Netzwerkplattformen heraus sieht, die es Menschen ermöglichen, Daten zu verbinden und zu bündeln, denn “die Eintrittsbarriere für diese Start-ups ist sehr, sehr niedrig.” (Stand 01.12.2018 Quelle: amp.businessinsider.com)

Weitere spannende Artikel zu dem Thema:

https://www.criticalcase.com/blog/what-is-web-4-0.html

https://bigthink.com/big-think-tv/web-40-the-ultra-intelligent-electronic-agent-is-coming

Bildquelle: clean-rooms.org

Wir arbeiten tagtäglich damit. Es bestimmt mittlerweile sogar was wir konsumieren, Denken, Wissen oder vielleicht sogar fühlen. Und doch, die wenigsten wissen eigentlich was das Internet ist. Das Wort “Internet” ist aus dem Englischen „Inter+network“ zusammengesetzt. Ins Deutsche übersetzt auch „Inmitten-Netzwerk“. Also ein Netzwerk das zwischen vielen Computern eine gemeinsame Verbindung herstellt. Dabei kann sich jeder Rechner mit jedem anderen Rechner verbinden.

Die Anfänge des Internets liegen weit zurück

Als die ersten Haushalte und Unternehmen eigene Telefonanlagen installiert haben wuchs die Welt auf einmal viel enger zusammen. Man musste sich damals über zentrale Telefonvermittler an die andere Leitung vermitteln lassen um jemanden anzurufen. Jedes Telefon hatte eine eigene feste Adresse, so konnten die Mitarbeiter von den Vermittlungsanlagen die Stecker miteinander verbinden.

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Eine alte Telefonvermittlungsanlage – Quelle: troeger.eu

Warum das Internet entwickelt wurde

Universitäten und Forschungseinrichtungen wollten damals schneller und effizienter Informationen austauschen. Damals gab es noch Großrechner, die ganze Räume füllten. Das erste Internet entstand also aus der Vernetzung dieser Großrechner heraus. Dass es einen rein militärischen Zweck verfolgte ist nur eine Legende.

Ein Großraumrechner – Quelle: Techpinions

Vom Web 1.0 bis zum heutigen Web 3.0

Das Internet hat mehrere großartige Transformationen hingelegt. Das Internet hat sich vom Web 1.0, Web 2.0 bis zum Web 3.0 weiterentwickelt.

Das Web 1.0 bezeichnet die Anfänge des noch jungen Internets. Es steht für die Ansammlung von Webseiten die vollständig durch s.g. „Hyperlinks“ verbunden waren. Allgemein ging es im Web 1.0 um statische Websites, die noch keine interaktiven Inhalte bereitstellten. Ein Hyperlink ist ein einfacher Link der einen User zu einer anderen Webseite weiterleitet.

Web 2.0 wird auch oft mit den Anfängen der sozialen Netzwerke gleichgesetzt. Es beschreibt eine Umgebung wo nun auch Nicht-Experten, benutzergenerierte Inhalte und Medien einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen konnten.

Das Web tritt in eine neue Phase der Evolution ein. In letzter Zeit gab es viele Diskussionen darüber, wie man diese neue Phase nennen soll. Einige würden es vorziehen, nicht alles zu benennen, während andere vorschlagen, es weiterhin “Web 2.0” zu nennen. Diese neue Phase der Evolution hat jedoch einen ganz anderen Fokus als das, was Web 2.0 bedeutet.

Die Schwelle zum Web der dritten Generation ist bereits überschritten. Das Web wird vernetzter, offener und intelligenter. Es wird zu einem nahtlosen und interoperablen Ganzen. Semantik, also die Bedeutung von Zeichen, wird dabei eine immer größere Rolle spielen. Das Internet wird eine gigantische Datenbank die hoffentlich jedem gleichermaßen zur Verfügung stehen wird.

Web 3.0 wird also stärker vernetzt, offen und intelligent sein, mit semantischen Web-Technologien, verteilten Datenbanken, natürlicher Sprachverarbeitung, maschinellem Lernen, maschinellem Denken und autonomen Agenten.

Das intelligentere Web 4.0

Wenn man von künstlicher Intelligenz und smarten Chat-Bots spricht dann meint man das Web 4.0. Das Internet wird in Zukunft intelligente Assistenten anbieten, die für einen Informationen suchen und finden. Man spricht auch vom neuen „Web OS – Operating System“. Vielleicht ist das Internet die Geburt einer höheren Intelligenz die unser Leben bereichern kann.

Wir selbst bestimmen was wir daraus machen. Aus diesem Grund sollte die Digitalisierung ernster genommen werden. Man muss sich damit beschäftigen oder dafür entscheiden stehen zu bleiben und abzuwarten was passiert.

Ein Teil des Internets der visualisiert wurde – Quelle Wikipedia (The Opte Project)

 

Sources:

https://lifeboat.com/ex/web.3.0

https://de.wikipedia.org/wiki/Internet

https://en.wikipedia.org/wiki/IBM_7090

tablet to order food on ewr airport

Ich bin erst kürzlich von einer längeren Reise aus New York gekommen und war verwundert wie weit doch die Digitalisierung in den USA im Vergleich zu Deutschland fortgeschritten ist. Ein nettes Beispiel findet sich bei einer der internationalen Flughäfen von New York (EWR). Mir ist aufgefallen das man in den USA Self-Service groß schreibt. Dort gibt es kaum noch Servicepersonal an Kassen, man scannt die Produkte selbst ein und zahlt meist mit Kreditkarte oder am Automaten. Bestellen kann man mit Tablets, die an fast allen Tischen aufgestellt wurden. Auch die Bannerwerbung macht deutlich wo künstliche Intelligenz sinnvollerweise derzeit eingesetzt wird.

In den amerikanischen Schulen ist es mittlerweile Standard das die Eltern über eine App die Noten ihrer Kinder jederzeit einsehen können. Man sagt das die Asiaten dazu neigen Konzepte aus der westlichen Welt zu kopieren. Ich habe die Befürchtung das wohl Europa dazu neigt, vor allem Deutschland, digitale Konzepte aus den USA zu kopieren. Es gibt genug Beispiele dafür, angefangen bei den sozialen Netzwerken bis hin zu E-Commerce Modellen. Im Silicon Valley spricht man auch von den deutschen „Copy-Cats“. Bestes Beispiel für den deutschen „digitalen Erfolg“ gibt Rocket-Internet und ganz vorne dran die Samwer-Brüder.

Wo soll das Ganze hinführen? Stehen wir kurz vor einem aus der doch so hoch gelobten deutschen Erfindernation? Und doch die meisten neuen Patentanmeldungen stammen aus dem deutschen Mittelstand. Doch bestimmend für die Zukunft der Digitalisierung sind keine Patente, sondern Startups. Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen das Deutschland im Hinblick auf die Digitalisierung keine große Rolle spielt. Die größten Internetfirmen stammen aus den USA, vorne weg mit Google, Microsoft, Facebook etc.

In New York sind mir viele Plakate für AI-Produkte aufgefallen die bereits im Einsatz sind

Deutschland hat meiner Meinung nach folgendes Problem: Zu viele Berater, zu wenig Macher. Es wird viel geredet, noch weniger gehandelt. Die Politik und Startup-Szene hierzulande befeuert vermeintlich innovative Unternehmen und blendet sich damit oft selbst. Die Bildung und das Grundverständnis für digitale Konzepte ist in der Bevölkerung kaum vorhanden. Es fängt bereits mit den populärsten Begrifflichkeiten „Digitalisierung“, „Big Data“ und neuerdings auch „KI“ an. Diese Begriffe werden für fast alles verwendet, was mit innovativen digitalen Konzepten zu tun hat.

In den 5 Wochen meiner USA Reise hatte ich geschäftlich mehr erreicht als in den letzten 5 Jahren in Deutschland. Wieso? Leider wirken auch deutsche Investoren und Entscheider aus vielen Unternehmen oft hilflos, wenn es um das Verständnis von digitalen Konzepten, oder gar dem Internet geht. Man richtet sich nach der Presse und den aktuellen Trends die heiß diskutiert werden.

In den USA geht es darum mit Tools das Leben einfacher, nicht komplizierter zu machen

Gibt es einen Ausweg aus diesem “deutschen” Dilemma? Meiner Meinung nach wird es schwierig, denn wieso sollte man sich hierzulande eingestehen das man Fehler macht? Diesmal spielt nicht nur der Erfindergeist eine wesentliche Rolle, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Eine Änderung ist zäh und ungewiss. Ein Land kann nur in vereinten Kräften den digitalen Wandel meistern. Die deutsche Regierung muss ein Ökosystem für Startups schaffen die sich nicht aus eigner Kraft tragen können, jedoch interessante Konzepte verfolgen. Man muss endlich damit aufhören Ideen verbal auseinander zu reißen und sich vielmehr tiefer mit den Konzepten beschäftigen. Alles andere wäre nur eine Ablenkung der eigenen Unwissenheit. Diese wird teuer bezahlt werden, falls nicht rechtzeitig ein kollektives Umdenken stattfindet.

Die Zukunft in Deutschland gehört den Querdenkern nicht den BWL-Uniabsolventen

Als Firmengründer hatte ich es nicht immer leicht. Vor allem mit meinen asiatischen Wurzeln habe ich das Gefühl hier nicht anerkannt zu werden. Man muss sich ständig rechtfertigen und Beweise vorlegen. Das haben mein Team und ich getan. Innerhalb von drei Jahren haben wir ohne finanzielle Mittel eine hochkomplexe Analysesoftware in der Cloud entwickelt und erfolgreich an den Start gebracht.

Viele Unternehmen sind dabei bereits gescheitert. Unser Startup ist der Beweis das Geld alleine nichts bewegen kann. Es geht um die Vision und den Glauben daran die Welt zu verändern.