Bezeichnet den Übergang von analogen zu digitalen Systemen. Häufig wird darunter auch die digitale Transformation von Unternehmen und der Gesellschaft als Ganzes verstanden.

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einen chatbot mit abis und der IBM cloud bauen

Die IBM Cloud bietet tolle Möglichkeiten, schnell und zuverlässig einen Chat Bot z.B. für den Kundensupport oder eine Webseite zu entwickeln. In unserem Beispiel beleuchten wir den Chat Bot, welchen ich für die Webseite erstellt habe. Dabei gehe ich zwar auf die Schritte ein, die für die Einrichtung eines Bots basierend auf IBM Watson notwendig sind. Viel wichtiger ist aber, die Funktion und Semantik einer Chat-Bot-Applikationen. Auch bei dem Bau von Chat Bots kann man sich im Kreise drehen oder gar verschätzen was die Komplexität betrifft. Wichtig ist das man vorher genau definiert wofür man den Bot einsetzen möchte.

Setup eines Chatbots auf der IBM Cloud

Dafür muss erstmal ein kostenloses Konto bei IBM erstellt werden. Die Freigabe dauert in der Regel bis zu 24 Stunden. Danach bekommt ihr die Zugangsdaten via E-Mail zugeschickt. Nach der Anmeldung könnt ihr eine “neue Ressource anlegen”. Dort findet ihr unter der Rubrik, künstlicher Intelligenz den “Watson Assistant”. Diesen könnt ihr dann einfach starten und in eure Anwendung oder WordPress Seite integrieren.

Man unterscheidet folgende Größen, die zur Konfiguration eines Chat-Bots genutzt werden können: 

“Intents” – s.g. Intensionen: Eine Intension drückt i.d.R. aus was ein Nutzer erwarten könnte, bzw. was ein Nutzer ausdrücken möchte. Der Bot kann mit Hilfe eines “Sets” an Intensionen, feststellen was gemeint ist und entsprechend eine Antwort aus dieser Kategorie zurückgeben.

“Dialog” – s.g. Dialogbereich: Bestimmte Themenbereiche werden in einem Graphen immer in s.g. Nodes definiert. Diese können, untereinander verschachtelt sein und in Beziehung miteinander stehen. Wichtig ist, dass man dabei die Pfade so exakt wie möglich definiert. Auch indem man händisch den Bot trainiert.

“Entities” s.g. Entitäten: Entitäten sind wie Substantive oder Keywords. Durch diese kann der Assistent zielgerichtete Antworten auf Fragen geben. Zum Beispiel “Wie viele Tische sind noch frei”, oder “wo finde ich die nächste U-Bahn”. Dort sind auch die System-Entitäten hinterlegt. Diese sind bspw. Systemzeit, Währung, Sprache etc. In den meisten Fällen benötigt man diese nicht. Entitäten sind erst interessant, wenn man weiterführende Prozesse abbilden möchte.

Folgendes Video geht detaillierter auf Entitäten ein:

Mit “Intents” und “Dialogs” einem Chatbot das Antworten beibringen

Wie vorhin bereits erklärt, kann mit s.g. “Intents” eine Intension eines Nutzers zum Ausdruck gebracht bzw. eingeschränkt werden. Diese Intensionen lassen sich dann auf einen Dialog “mappen”. Der Chat-Bot, erkennt nun die Semantik in einem Chat-Verlauf und kann je nach “Intent” dann entsprechend den Inhalt als Antwort wiedergeben. Man muss dem Bot also beibringen, welche Antwortmöglichkeiten es gibt. Kein Bot kann diese derzeit selbständig erraten. Immerhin ein Zeitersparnis wenn man bedenkt, wie oft Nutzer auf eine Webseite kommen und immer das Gleiche fragen wollen, dies aber häufig nicht können. Aus diesem Grund sind Chat-Bots derzeit vor allem im Bereich des Kundensupports und Vertriebs extrem beliebt. Was die wenigsten Leute wissen. Viele Lösungen und Anbieter im Markt verwenden genau diese Cloud-Werkzeuge, wie IBM Watson, um eigene Services und Produkte anzubieten. Da gehört in der Regel nicht viel technisches Know-How dazu. Außer man geht daher und baut selbst einen Chat-Bot. Die wesentliche Aufgaben besteht somit nicht in der Erstellung eines Bots perse, sondern in Konfiguration dessen Logik und dem Aufbau des Algorithmus. Falls Sie das Thema interessiert können Sie unser Team kontaktieren. Wir beraten Sie gerne und helfen Ihnen einen passenden Usecase zu finden oder einen Chat-Bot umzusetzen.

 

Probiert es einfach selbst mal aus

Rechts unten auf unserer Webseite befindet sich ein Bot der so trainiert wurde das er auch Emotionen erkennt. Fragt ABIS doch einmal mal wie es ihm geht oder woher er kommt 🙂

Steckt Deutschland am Anfang einer länger anhaltenden Systemkrise? Die Wirtschaftsleistung vieler mittelständischer Betriebe kühlt derzeit stark ab. Die Weltkonjunktur strauchelt, politische Spannungen bilden sich heraus und andere Länder wie China befinden sich bereits in der Zukunft. Doch wie sieht unsere Zukunft aus? Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus? Fest steht, dass der neue Rohstoff die Daten sind. Konzerne die Daten kontrollieren, kontrollieren auch die Macht. Aus der Geschichte lernen wir ganz klar, dass “Divide et impera” – Teile und herrsche, in wenigen Händen zum Problem werden kann. Doch gerade Deutschland hat gute Voraussetzungen, die Digitalisierung in eine sozialverträgliche und ökologische Bahn zu lenken. Sogar die Bundesregierung schaltet sich ein. Im Frühjahr 2020 soll eine interessante Cloud-Initiative mit der Bezeichnung Gaia X starten.

Daten sind der Treibstoff für die Digitalisierung

Vor allem klein- bis mittelständische Unternehmen tun sich bei der stetig steigenden Datenflut besonders schwer Daten effizient genug auszuwerten, um fundierte und nachvollziehbare Geschäftsentscheidungen besser treffen zu können. Insbesondere durch Schwächen im Datenmanagement ergeben sich für viele Betriebe immer größere Gewinneinbußen. Daher benötigen mittelständische Unternehmen immer mehr IT-Unterstützung. Teils teure oder veraltete Systeme bremsen ebenfalls die Digitalisierung aus. Die Innovationskraft einer Nation hängt davon ab. Nur gut 8% aller deutschen Unternehmen führen derzeit Big-Data-Analysen durch. Fast 46 % haben sich mit der Thematik noch gar nicht beschäftigt. Häufig fehlten das interne Knowhow und IT-Fachkräfte. [1]

“Unternehmen die ihr Datenmanagement im Griff haben können bis zu 30% mehr Umsatz bei 20% weniger Kosten erreichen.” – Think-With-Google

Und wie nun, können Unternehmen datenbasiert agieren, wenn sich die Daten in zu vielen unterschiedlichen Silos befinden? Im Schnitt verlieren Mitarbeiter bei der Suche nach Daten zwei Stunden am Tag. Die Effizienz sinkt dabei um 18%. Mitarbeiter verschwenden damit 3 Monate pro Jahr. [2]

Projekt Gaia X – Europäische Datenplattform auf Basis des Industrial Data Space

„Durch die Vernetzung von Daten, unterschiedlicher Geräte, Menschen und Maschinen können extrem wertvolle Erkenntnisse für die Industrie, Umwelt, Mobilität, Energie und Gesundheit gewonnen werden. Doch vor allem der Mittelstand in Deutschland, hat das Wesen der Daten und dessen Bedeutung noch nicht ausreichend verstanden.“ – so Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Generaldebatte vom 27.11.2019.

Die aus Datenanalysen gewonnenen Erkenntnisse werden auch als Smart-Data bezeichnet. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die Künstliche Intelligenz. Die Bundesregierung plant dazu im Frühjahr 2020 auf Basis der Fraunhofer Technologie IDS [3], das europäische Cloud-Projekt GaiaX zu starten und Ende 2020 in den aktiven Betrieb zu nehmen. [4]

GaiaX ist eine großartige Möglichkeit die Bevölkerung für die Themen, Künstliche Intelligenz und Smart Data zu sensibilisieren.

Klingt etwas seltsam wenn man daran denkt, dass die Politik plant eine Plattform zu bauen und Unternehmen aus der Wirtschaft dazu einlädt teilzuhaben. Aber ich finde es gut das jemand den ersten Schritt wagt und tätig wird. Zwar fehle der Cloud noch die technische Basis. Dies geht aus einem aktuellen Beitrag vom Deutschlandfunk hervor. [5]  Aber keine Sorge, es wurde in der Rede der Bundeskanzlerin angedeutet, dass sich das Ganze im Open-Source-Umfeld und als Open-Data bewegen solle. Meiner Meinung nach der völlig richtige Weg. Denn Wissen und Technologie sollten stets als Allgemeingut für die Gesellschaft dienen.

Hintergrund zum Verfasser des Artikels:

David Patrick Chang ist Gründer der ABIS Analytics Cloud – Eine Plattform die Daten, Prozesse, Mitarbeiter und Künstliche Intelligenz miteinander verknüpft. Er und sein Team haben bereits im Mai 2014 damit begonnen an der Vision zu arbeiten. Im Herbst 2018 wurde die erste Version der Datenplattform ABIS, aus eigenen Mitteln erfolgreich fertigstellt und in den Testbetrieb genommen. Aktuell arbeitet das Team an der Beta-Version, mit Universitäten und Unternehmen aus der Region zusammen. Der offizielle Launch der Plattform ist für Sommer 2020 geplant.

Große Unternehmen wie Amazon, Google und Co. machen es vor und setzen intelligente Modelle und Algorithmen ein, die erstaunlich präzise Vorhersagen über das Kaufverhalten von Kunden treffen können. Doch die Zukunft vorherzusagen, bleibt und ist eine schwierige und immer noch ungenaue Angelegenheit. Gelernte Muster aus der Vergangenheit können nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, Auskunft über die nächsten Tage oder Wochen geben. Diese Muster gelten auch nur solange bis sich, die darunterliegenden Parameter stark verändern. So könnte sich bei vollständiger Erneuerung einer Webseite, das vorherige Muster komplett von dem Neuen unterscheiden. Eine Vorhersage zu treffen, wie diese neue Webseite bei den Kunden ankommt, wäre ohne entsprechenden Erfahrungswert so gut wie unmöglich.

Kann man Vorhersagen im Business treffen?

Den gibt es! Mit Hilfe eines doch recht einfachen und pragmatischen Ansatzes. Wie vorhin gelernt, ist die Wahrscheinlichkeit zur Vorhersage eines erwarteten Ereignisses, stark von den darunterliegenden Parametern abhängig. Diese können Prozesse, sowie die Höhe der Werbeausgaben, geplante Post in Social Media, Messeauftritte usw. sein. Auch externe Parameter, die durch Beziehungen mit Kunden, Partnern vorhanden sind können das Bild verzerren.

Wenn das so ist dann sollte man meinen, dass die Lösung in der Planung an sich liegt. Die Zukunft vorherzusagen auf Basis von geplanten Aktionen ist doch eigentlich recht logisch. Wir haben als Menschen eine wunderbare Gabe, nämlich unsere Zukunft mit zu gestalten. Ob das auch immer so gelingt wie man sich das zu anfangs vorstellt, das sei erstmal dahin gestellt.

Predictive Analytics funktioniert am besten wenn gilt, “Business as usual”.

Aktuelle und geplante Maßnahmen analysieren

Im Grunde kann man Daten aus aktuellen und vergangenen Prozessen analysieren um die Vergangenheit besser zu verstehen und damit womöglich die Zukunft vorherzusagen. Genauso wichtig ist es geplante Maßnahmen zu analysieren und in die Prognosen einfließen zu lassen. Doch das ist schwierig denn man hat noch keine Messwerte, da die Maßnahmen erst noch ausgeführt werden müssen. Vielleicht hat man zufällig Erfahrungswerte ähnlicher Maßnahmen, das wäre schon ein guter Anfang.

Den Einfluss einer geplanten Aktion bewerten

Geplante Maßnahmen werden selten in die Analyse eingebracht. Wieso auch, es sind ja in der Regel keine Daten vorhanden. Aber das macht nichts, erschaffen Sie selbst welche. Diese Daten könnten als Annahme dienen. Je öfter sie Erwartungen und die tatsächlichen Ergebnisse miteinander vergleichen desto besser wird ihre Fähigkeit Annahmen zu treffen.

Sie finden dann alles recht abgedreht und überzogen? Dann denken Sie einfach an eine Simulation. Hier werden mögliche eintretende Aktionen in einem Plan einfach mal durchgespielt. Die Analyse der eingetretenen Effekte kann dann Auskunft über die nächsten Ergebnisse geben.

Falls Sie vor haben Predictive Analytics in ihrem Unternehmen aktiv einzusetzen dann denken sie daran, die operative Planung mit in die Betrachtung einfließen zu lassen. Ist Ihnen der Aufwand hierfür zu hoch dann sollten Sie darüber nachdenken eine Analyse-Softwarelösung als Bindeglied zwischen Ihren Tools und IT-Lösungen einzusetzen um die Verfügbarkeit aller nötigen Datenpunkte in die Bewertung mit einfließen zu lassen. Nur die Vergangenheit zu betrachten und für Predictive Analytics im Online-Marketing einzusetzen wäre teils vergeudete Zeit.

Über den Autor und Gründer von ABIS

David Patrick Chang ist Gründer eines Cloud Analytics Startups aus München und Visionär im Bereich der künstlichen Intelligenz. Sein Team und Er arbeiten mit Universitäten und Startups an intelligenten Cloud Business Apps die dafür eingesetzt werden, Daten automatisiert zu analysieren und aktiv für die Steuerung von Prozessen einzusetzen.

Datenplattformen können den Austausch von Informationen, aber auch neue intelligente Dienste und die Automation von Verwaltungsprozessen fördern.

Die Informationsmöglichkeiten einer Stadt verbessern

Die Stadtverwaltung und öffentliche Einrichtungen bieten nützliche Informationen und Funktionen für ihre Bürger an. So soll es möglich sein für einen Standort auf einer interaktiven Karte, die genauen Öffnungszeiten, Kontaktinformationen und die geschätzte Wartezeit für Behördengänge anzuzeigen. Man könnte über eine mobile App sogar direkt einen Termin bei der Behörde vereinbaren.

Ideen für neue innovative Online-Services entwickeln

Insgesamt könnten alle öffentlichen Gebäude und Behörden auf der Karte verzeichnet werden. Bürger und Bürgerinnen können öffentliche Einrichtungen und Verwaltungsstellen der Stadt auf einer Karte über ein Formular bewerten. So kann die Stadtverwaltung die Qualität ihrer Angebote und Dienste auswerten, gezielter auf Beschwerden eingehen und ihre Leistungen punktuell verbessern. Angestellte der Verwaltung erhalten sogar ihr personalisiertes Cockpit (Dashboard) um tagesaktuelle Statistiken, Beschwerdeeingänge, Termine, Anfragen etc. zu überblicken.

Bewertungen von öffentlichen Einrichtungen und Diensten könnten auch anonymisiert abgegeben werden. Alle Bewertungen müssen vorher von einem entsprechenden Administrator der Stadt freigeschalten werden. Ein besorgter Bürger könnte ein Schlagloch auf dem Fahrradweg melden, andere Bürger aus der Nachbarschaft können dies entdecken und ebenfalls ihre Stimme laut machen damit der Schaden schnell behoben wird.

Menschen im Quartier vernetzen und Kooperationen stärken

Über öffentliche und private Chat-Kanäle können sich Bürger/innen untereinander, oder mit der Stadtverwaltung besser vernetzen. Die Kombination aus einer Karte, Suche und Chat-Möglichkeit in geschlossenen oder offenen Gruppen, ermöglicht viele neue Möglichkeiten. So können Bürger spielend leicht wie in einem offenen sozialen Netzwerk, Aktuelles aus der Stadt entdecken oder neue gemeinsame Initiativen starten.

(Behörden-)Alltag im Quartier verbessern und das Leben erleichtern

Über einen Chat-Bot können Formulare leichter und schneller angefragt bzw. heruntergeladen werden. Man könnte sogar eine automatisierte Hilfestellung anbieten um Formulare direkt auf dem Handy im Chat auszufüllen und gesichert an die Behörde zu übermitteln. Anschließend könnten sogar Termine oder Erinnerungen für einzelne Behördengänge über die App abgewickelt werden.

Nachbarschaften und Nachbarschaftshilfe im Quartier fördern

Da manche Chat-Räume öffentlich und über die Karte oder Suche schnell und einfach zu finden sind, können sich Bürger gezielt untereinander austauschen und zusammenschließen. Über die App können gemeinsame Initiativen angestoßen und organisiert werden die das Zusammenleben fördern und einen Schritt nach vorne machen um die Stadt der Zukunft mitzugestalten.

munich skyline

Wie zwei Gründer Deutschland digitalisieren möchten

David und Daniel sind Gründer einer innovativen Internetplattform aus München. Die dezentrale Cloud Lösung des Startups ermöglicht den schnellen und effizienten Aufbau von datengetriebenen Apps. Mit ABIS können komplexe Datenströme aus Big Data einfacher zusammengefasst, verwaltet, analysiert und für die effiziente Steuerung von Prozessen eingesetzt werden.

Unser Startup entwickelt die Datenplattform der Zukunft

Einfacher ausgedrückt. Stellen Sie sich vor in ABIS gemeinsam mit anderen Teilnehmern öffentlich über die letzten Wahlergebnisse zu diskutieren und dafür valide Statistiken hinzuzuziehen. ABIS liefert selbständig oder auf Abruf Berichte an Mitarbeiter, damit Probleme und Chancen frühzeitig erkannt werden können. Schüler recherchieren mit Hilfe von ABIS, welche Auswirkung der Klimawandel auf ihre Region hat. Bürger diskutieren über Bauinvestitionen, die von der Gemeinde geplant worden sind.

data interface in car

Smart Data im Fahrzeug und die Mobilität der Zukunft

Die digitale Transformation ist ein Kampf gegen Windmühlen

All das ist nicht mehr nur Science-Fiction, sondern in greifbarer Nähe. Doch es gibt ein Problem. Das Potential von neuen innovativen Digitalprodukten wird immer noch verkannt. Den Meisten ist gar nicht bewusst, welche Chancen sich aus der digitalen Transformation für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft bieten. Daher haben es sich die beiden Firmengründer zur Aufgabe gemacht aufzuklären.

“Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen eines Tages aufwachen werden und eine völlig neue Welt vorfinden. Die Frage ist, wie weit man in der Lage ist diese mitzugestalten oder halt nicht.” – David Chang Gründer von ABIS

Europa kann die Digitalisierung in eine sozialverträgliche Richtung lenken

Und doch, die neue digitale Welt kann nur gemeinsam aufgebaut werden. Europa hat hierfür ein enormes Potential und vor allem auch den Geist, die Digitalisierung in eine sozialverträgliche Richtung zu lenken. Es gibt bereits einige tolle Projekte aus Deutschland, doch die meisten Digitalprodukte stammen nach wie vor aus den USA und jetzt auch China. Und wohin wird die Reise mit künstlicher Intelligenz gehen? Wird Deutschland als Industrienation abgehängt, wenn die Maschinen intelligenter werden und sich von ihren alten Herren lösen?

Wieso es gerade in Deutschland so schwer ist ein Unternehmen aufzubauen?

Das liegt zum einem an der Haltung von Investoren, die jedes Risiko scheuen und erst einsteigen wenn alles läuft. Zum anderen fehlt es an staatlichen Förderprogrammen, die überschaubar und einfach zu beantragen sind. Es gilt aktuell, nur die Stärksten überleben. Gleichzeitig spielt es eine große Rolle wie man vernetzt ist und woher man kommt. Die Probleme und Auswirkungen an dem ganzen Trauerspiel sehen wir jetzt. Immer weniger Gründer und Gründerinnen, die sich trauen ein Startup zu gründen. Der derzeitige Arbeitsmarkt bietet aktuell einfach viel mehr Sicherheit und ein gutes Einkommen. Doch wie lange hält dieser Boom noch an?

Wann anfangen zu digitalisieren wenn nicht jetzt?

Die Gründer von ABIS stehen all dem immer noch positiv gegenüber. Auch wenn es nicht gleich klappt, die aktuelle Marktentwicklung und der ABIS “Digitalisierung-Baukasten” werden uns langfristig Recht geben, so der Firmengründer David. Aus diesem Grund haben es sich die beiden Gründer zum Ziel gesetzt in den nächsten Monaten, viel Zeit und Aufwand reinzustecken um Digitalisierungsprojekte in Rekordzeit umzusetzen und darüber aktiv in den Medien zu berichten.

founder of abis cloud

Die Firmengründer David links im Bild, Daniel rechts vor einer Zeitmaschine einer Künstlerin aus München

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183869/umfrage/entwicklung-der-absoluten-gruenderzahlen-in-deutschland/
https://www.welt.de/wirtschaft/article178632346/Gruenderreport-2018-Darum-wagen-es-viele-nicht-ein-Unternehmen-zu-gruenden.html

In meinem letzten Artikel “Deutsche Digitalisierung vs. amerikanischen Erfindergeist“, hatte ich mich kritisch zu den Problemen in der deutschen Startup-Szene geäußert. Zur Freude meines eigenen Startups kann ich nun feststellen, dass sich auch hierzulande endlich etwas tut. Endlich ist es soweit! Deutschland öffnet sich für die Digitalisierung, das spürt man deutlich. Nicht nur in der Startup Szene, auch bei Rückfragen an den Mittelstand bemerke ich keine grundsätzliche Ablehnung mehr. Jetzt gilt es das Potential zu heben und gemeinsam anzupacken.

Die Media Lab Bayern hilft Startups

media lab bayern fellowship workshop

Es gibt viele tolle Programme die helfen können auch Deine Startupidee zum fliegen zu bringen

Eines davon ist die Media Lab Bayern Fellowship. Als Startup habt ihr die Möglichkeit in einer coolen Atmosphäre die Räumlichkeiten des Open Office als Arbeitsplatz kostenlos zu nutzen. Hier gibt es kompetente Ansprechpartner und Kontakte aus dem Medienbereich und sogar eine Bühne für “nicht-kommerzielle Meetups”. Unterstützt durch den bayrischen Staat. Es werden auch Veranstaltungen und Vorträge angeboten um sich weiterzubilden und um zu netzwerken.

 

Wie läuft der Contest bei der Media Lab Bayern Fellowship ab?

Drei Tage müssen sich die zugelassenen Startup-Teams vor einer kritischen Jury im Fellowship-Bootcamp beweisen. Jedes Team hat zugewiesene Coaches die den Prozess begleiten und dem Startupteam beratend zur Seite stehen. In der ersten Phase geht es darum seine Idee mit Hilfe eines Prototypens im Markt zu validieren. Wie genau soll der “Product-Market-Fit” validiert werden? Ganz einfach, erstmal muss das Business Model und Customer Value Proposition Canvas erstellt werden. Danach gibt es unterschiedliche Methoden die eigenen Thesen zu validieren, eine davon ist die Befragung von Unternehmen bzw. der potentiellen Zielgruppe. Unterschiedliche Verfahren wie Experiment Cards etc. können dabei helfen. Zudem bietet das Bootcamp praktische Tips und ein sportliches Pitch Training an. Am Ende des Bootcamps pitched jedes Team maximal 5 Minuten vor einer kritischen Jury. Danach werden nur die Teams weiterkommen, die von der Jury ausgewählt wurden.

 

Was hat uns das Bootcamp als Team gebracht?

Hier geht es nicht nur um das Preisgeld, sondern vielmehr um den Zusammenhalt und die Stärkung der Team Motivation. Nach solanger Zeit in der “Hacker-Bude”, haben wir gelernt worauf es ankommt. Zudem war die Sicht von außen mal wieder sehr spannend. Wir haben extrem viel über unser Geschäftsmodell gelernt, vor allem jedoch, haben wir den Fokus gefunden um die nächsten Schritte zu gehen. Das Bootcamp hat uns als Team sehr dabei bestärkt! Wir haben neuen Mut gefasst und die Unterstützung die wir brauchen um unser Produkt erfolgreich an den Start zu bringen.

Media lab bayern fellowship bootcamp batch 5

 

Nutzt den Aufwind und die Programme die zu eurem Startup passen

Wir sind froh, dass wir den Support bekommen den wir als Techniker brauchen. Als Gründer braucht man extrem viel Mut und Durchhaltevermögen, manchmal auch den s.g. “Hustler-Mode”. Oft gibt es Spannungen und auch Hürden die man nur als Team überwinden kann. Wir sind gespannt was die weitere Reise so bringt und freuen uns auf den Weg den wir aktuell eingeschlagen haben. Das Team von ABIS bedankt sich an die tolle Initiative des Media Lab Bayern und freut sich auf weitere spannende Programme die in der Bundesrepublik Deutschland enstehen. Wir sind zuversichtlich und motiviert die Digitalisierung in Deutschland so richtig zu-rocken!

 

daniel janz and christopher matt at the media lab bayern contest batch 5

 

Dashboard hologram web os intelligent web 4.0

Intelligente und personalisierte Agenten die Internetnutzer unterstützen

Vor knapp zwölf Jahren, am 9. Januar 2007 stellte Steve Jobs, der Gründer von Apple, das erste iPhone auf der Macworld in San Francisco vor. Die Menschen waren begeistert und jubelten, sowas hatte die Welt vorher in der breiten Masse noch nicht gesehen. Jeder sprach darüber es war einer der Startpunkte in der Benutzung des mobilen Internets. Ohne das Smartphone, wären die sozialen Netzwerke nie so erfolgreich geworden. Jeder fing an über sein Mobiltelefon, Bilder und später sogar Live-Videos zu posten.

Die Vorstellung der ersten iPhone Generation veränderte die Benutzung des Internets radikal (Bildquelle: Wikipedia)

Das erste Smartphone bringt das Web 2.0 so richtig in Fahrt

Was das Web 2.0 ausmachte? Es war das Web von IRC-Netzwerken, Mashups, Social Networking und eine Zeit, in der große Suchmaschinen sogar irgendwann personalisierte und lokale Suchergebnisse liefern. Wo zu guter Letzt die Taxibestellung über ein App in wenigen Sekunden stattfindet und wo man sich den Weg durch unbekannte Orte auf dem Handy über Maps anzeigen lassen kann. All dies ist eine erstaunliche “Errungenschaft”, wenn man bedenkt welche Hürden man vorher dafür aufgenommen hatte.  Mehr über die Entstehung und Geschichte des Internets.

Das Smartphone ist mittlerweile unser ständiger Begleiter geworden

Wir sind Mitten im Web 3.0 angekommen

Was war der Preis für diesen Komfort? Jeder kann selbst Bilanz daraus ziehen mein Fazit lautet, sehr viele Informationen und das ständig. Kommt es Ihnen auch manchmal so vor das wir in einer Welt voller digitaler Reizüberflutung leben und doch nehmen wir das lieber in Kauf, anstatt auf unsere praktischen “mobilen Apps” zu verzichten.

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Fühlen sie sich von der digitalen Welt erdrückt? (Bildquelle: digitalculturist.com)

Intelligente und personalisierte Agenten könnten sich künftig um mein “Digitales-Ich” kümmern und mir viel Zeit vor dem Handy sparen

Keine Angst, es gibt eine Lösung für die Reizüberflutung am Smartphone. Digitale und intelligente Agenten übernehmen im kommenden Web 4.0 die Aufgaben, die man heute noch am Handy erledigt. So kann “Mir”, mein digitaler Assistent, schnell und zuverlässig ein Zugticket buchen, oder eine personalisierte Zusammenfassung meiner wichtigsten Nachrichtenportale während der Busfahrt vorlesen. Und das alles in einer SUPER-APP!

Das neue Web 4.0 ist sowohl sozialer, als auch enger miteinander vernetzt worden. Chatbots und intelligente Spracherkennung sind nur der Anfang einer neuen Ära des Internets. Der Ära des Web-Operating-Systems! Wohin das führt?

Das Web 4.0 bietet Nutzern neue smarte Anwendungen

Neue Super Apps werden immer präsenter und werden unser Leben vollständig verändern.

Der Ex-Google-Chef Eric Schmidt, hat es treffend auf den Punkt gebracht:

“Wir bauen oft nicht die besten Technologieplattformen, um große soziale Herausforderungen zu bewältigen, denn oft gibt es kein unmittelbares Versprechen auf einen kommerziellen Gewinn”, schrieb Schmidt in seinem Aufruf.

“Es gibt eine Million E-Commerce-Shops, aber nicht genug Plattformen für den sicheren Austausch und die Analyse von Daten über Obdachlosigkeit, Klimawandel oder Flüchtlingsströmen.”

Schmidt’s hat diese Erwähnung von sozial bewusster Technologie in seiner Abschlussrede weggelassen, sagte aber, dass er viele Innovationen aus Netzwerkplattformen heraus sieht, die es Menschen ermöglichen, Daten zu verbinden und zu bündeln, denn “die Eintrittsbarriere für diese Start-ups ist sehr, sehr niedrig.” (Stand 01.12.2018 Quelle: amp.businessinsider.com)

Aus diesem Grund entwickelt unser Team die Super-App-Plattform ABIS, um Smart Apps auch für den Bereich B2B freizuschalten!

Weitere spannende Artikel zu dem Thema:

https://www.criticalcase.com/blog/what-is-web-4-0.html

https://bigthink.com/big-think-tv/web-40-the-ultra-intelligent-electronic-agent-is-coming

Bildquelle: clean-rooms.org

Wir arbeiten täglich damit. Es bestimmt mittlerweile, was wir konsumieren, Denken, Wissen oder vielleicht sogar fühlen. Und doch, nur Wenige erkennen die enorme Bedeutung des Internets und welche Zukunftsideen es dafür gibt. Das Wort “Internet” stammt aus dem Englischen „Inter+network“. Ins Deutsche übersetzt auch „Inmitten-Netzwerk“. Also ein Netzwerk das zwischen vielen Computern eine gemeinsame Verbindung herstellt. Im Internet oder Web, kann sich jeder Rechner mit jedem anderen Rechner verbinden. Es verfolgt den Ansatz eines dezentralen Systems.

Die Wurzeln des Internets liegen in den 1960er Jahren

Als nach und nach, mehr Haushalte und Unternehmen eigene Telefonanlagen installiert hatten, wuchs die Welt immer schneller zusammen. Man musste sich damals über zentrale Telefongesellschaften, an die andere Leitung vermitteln lassen, um jemanden anzurufen. Jedes Telefon hatte eine eigene feste Adresse, so konnten die Mitarbeiter von den Vermittlungsanlagen die Stecker miteinander verbinden bzw. routen.

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Eine alte Telefonvermittlungsanlage – Quelle: troeger.eu

Warum das Internet entwickelt wurde

Universitäten und Forschungseinrichtungen wollten damals schneller und effizienter Informationen austauschen. Damals gab es noch Großrechner, die ganze Räume füllten. Das erste Internet entstand also aus der Vernetzung dieser Großrechner heraus. Das US-Militär suchte im Zuge des kalten Krieges eine Möglichkeit bei einem Atomschlag auf deren Infrastruktur, die Kommunikation für die s.g. “Chain-of-Command” aufrecht zuerhalten. Daraus entstand das s.g. Arpanet. Dass es aus einer rein militärischen Intension entstanden ist, ist dabei nur eine Legende.

Ein Großraumrechner – Quelle: Techpinions

Ende der 1970er Jahre, gleichzeitig mit dem Wechsel von der militärischen (Arpanet) zur akademischen Forschungsförderung, begann das Wachstum und die internationale Ausbreitung des Internets.  Als dann Tim Berners-Lee um das Jahr 1989 am CERN die Grundlagen des World Wide Web entwickelte, startete die offizielle Reise des modernen Internets wie wir es heute kennen.

Vom Web 1.0 bis zum heutigen Web 3.0

Das Internet hat mehrere großartige Transformationen hingelegt. Das Internet hat sich vom Web 1.0, Web 2.0 bis zum heutigen Web 3.0 weiterentwickelt.

Das Web 1.0 bezeichnet die Anfänge des noch jungen Internets. Es steht für die Ansammlung von Webseiten, die vollständig durch s.g. „Hyperlinks“ verbunden waren. Im Web 1.0 gab es vorwiegend statische Websites, die noch keine interaktiven Inhalte bereitstellten. Ein Hyperlink ist ein einfacher Link der einen Internetnutzer zu einer anderen Webseite weiterleitet. Das Netz war geboren.

Das Web 2.0 wurde auch oft mit den Anfängen der sozialen Netzwerke gleichgesetzt. Vielleicht ist Ihnen dabei MySpace und Co. noch ein Begriff. Es beschreibt eine Umgebung, wo nun auch, Nicht-Experten, Benutzer-Generierte-Inhalte (User Generated-Content) und Medien einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen konnten.

Das Web 3.0 soll stärker vernetzt, offen und intelligent sein. Mit semantischen Web-Technologien sind völlige neue Ansätze der Informationsübermittlung denkbar. Verteilte aber hoch vernetzte Datenbanken und natürliche Sprachverarbeitung, sowie maschinelles Lernen, ja sogar Denken führen ganz klar zu autonomen Agenten hin.

Entwicklung des Internets

Entwicklung des Webs – Quelle: Radar Network & Nova Spivack 2007

Das Wissen wächst mit der steigenden Verknüpfung sozialer Kontakte. Informationen verbreiten sich rassend schnell über die ganze Welt und erreichen fast Jeden. Zudem kann Jeder seine Meinung äußern, weil Jeder mit Jedem vernetzt ist. Die Vor- und Nachteile dieser Systeme kennen wir aus den jüngsten Diskussionen rund um das Thema Fake-News.

Das semantische Web beschreibt unter anderem die Art und Weise wie Suchmaschinen, Inhalte auf Seiten besser verstehen, um Nutzern Informationen noch schneller und zuverlässiger zur Verfügung zu stellen. Dabei dreht sich vieles auch um Graph-Datenbanken. Mit Hilfe der Cloud ist auch einiges machbar war vorher schlichtweg viel zu teuer gewesen wäre. Wo z.B. viele neue SaaS-Anwendungen entstehen können, weil Rechenkapazität auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Und das auf einer skalierbaren und einfach zu installierenden Infrastruktur.

 

Das Web 3.0 zur Schwelle zum “smarten” Web 4.0

Wenn man von künstlicher Intelligenz  spricht dann meint man wohl primär die Entwicklung zum Web 4.0. Das Internet soll in Zukunft, von intelligenten Assistenten geprägt sein, die für Nutzer selbständig Informationen suchen und finden. Man spricht dabei auch von einem neuen Internet dem s.g. „Web OS – Web Operating System“.

Vielleicht ist das Web 4.0, sogar die Geburt einer höheren Intelligenz. Fest steht, das die künstliche Intelligenz bald kommen wird, die Frage ist nur wann. Angst davor zu haben ist kontraproduktiv. Es liegt in unserer Hand den Weg für eine sozialgerechte und humane KI zu ebnen. Nur wenn es klare Regeln gibt, kann eine großartige Technologie, die ihre Ursprünge im Internet hat Realität werden. Damit kann eine prosperierende und nachhaltige Gesellschaft für alle geschaffen werden.

Auch unser Startup an der Entwicklung dieser intelligenten Assistentensysteme. Das Team ist davon überzeugt die Datenmenge weiterhin exponetial wachsen wird. Ohne intelligente Assistenten wird man früher oder später den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr sehen können.

Ein Teil des Internets der visualisiert wurde – Quelle Wikipedia (The Opte Project)

Sources:

https://lifeboat.com/ex/web.3.0

https://de.wikipedia.org/wiki/Internet

https://en.wikipedia.org/wiki/IBM_7090

tablet to order food on ewr airport

Ich bin erst kürzlich von einer längeren Reise aus New York gekommen und war verwundert wie weit doch die Digitalisierung in den USA im Vergleich zu Deutschland fortgeschritten ist. Ein nettes Beispiel findet sich bei einer der internationalen Flughäfen von New York (EWR). Mir ist aufgefallen das man in den USA Self-Service groß schreibt. Dort gibt es kaum noch Servicepersonal an Kassen, man scannt die Produkte selbst ein und zahlt meist mit Kreditkarte oder am Automaten. Bestellen kann man mit Tablets, die an fast allen Tischen aufgestellt wurden. Auch die Bannerwerbung macht deutlich wo künstliche Intelligenz sinnvollerweise derzeit eingesetzt wird.

In den amerikanischen Schulen ist es mittlerweile Standard das die Eltern über eine App die Noten ihrer Kinder jederzeit einsehen können. Man sagt das die Asiaten dazu neigen Konzepte aus der westlichen Welt zu kopieren. Ich habe die Befürchtung das wohl Europa dazu neigt, vor allem Deutschland, digitale Konzepte aus den USA zu kopieren. Es gibt genug Beispiele dafür, angefangen bei den sozialen Netzwerken bis hin zu E-Commerce Modellen. Im Silicon Valley spricht man auch von den deutschen „Copy-Cats“. Bestes Beispiel für den deutschen „digitalen Erfolg“ gibt Rocket-Internet und ganz vorne dran die Samwer-Brüder.

Wo soll das Ganze hinführen? Stehen wir kurz vor einem aus der doch so hoch gelobten deutschen Erfindernation? Und doch die meisten neuen Patentanmeldungen stammen aus dem deutschen Mittelstand. Doch bestimmend für die Zukunft der Digitalisierung sind keine Patente, sondern Startups. Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen das Deutschland im Hinblick auf die Digitalisierung keine große Rolle spielt. Die größten Internetfirmen stammen aus den USA, vorne weg mit Google, Microsoft, Facebook etc.

In New York sind mir viele Plakate für AI-Produkte aufgefallen die bereits im Einsatz sind

Deutschland hat meiner Meinung nach folgendes Problem: Zu viele Berater, zu wenig Macher. Es wird viel geredet, noch weniger gehandelt. Die Politik und Startup-Szene hierzulande befeuert vermeintlich innovative Unternehmen und blendet sich damit oft selbst. Die Bildung und das Grundverständnis für digitale Konzepte ist in der Bevölkerung kaum vorhanden. Es fängt bereits mit den populärsten Begrifflichkeiten „Digitalisierung“, „Big Data“ und neuerdings auch „KI“ an. Diese Begriffe werden für fast alles verwendet, was mit innovativen digitalen Konzepten zu tun hat.

In den 5 Wochen meiner USA Reise hatte ich geschäftlich mehr erreicht als in den letzten 5 Jahren in Deutschland. Wieso? Leider wirken auch deutsche Investoren und Entscheider aus vielen Unternehmen oft hilflos, wenn es um das Verständnis von digitalen Konzepten, oder gar dem Internet geht. Man richtet sich nach der Presse und den aktuellen Trends die heiß diskutiert werden.

In den USA geht es darum mit Tools das Leben einfacher, nicht komplizierter zu machen

Gibt es einen Ausweg aus diesem “deutschen” Dilemma? Meiner Meinung nach wird es schwierig, denn wieso sollte man sich hierzulande eingestehen das man Fehler macht? Diesmal spielt nicht nur der Erfindergeist eine wesentliche Rolle, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Eine Änderung ist zäh und ungewiss. Ein Land kann nur in vereinten Kräften den digitalen Wandel meistern. Die deutsche Regierung muss ein Ökosystem für Startups schaffen die sich nicht aus eigner Kraft tragen können, jedoch interessante Konzepte verfolgen. Man muss endlich damit aufhören Ideen verbal auseinander zu reißen und sich vielmehr tiefer mit den Konzepten beschäftigen. Alles andere wäre nur eine Ablenkung der eigenen Unwissenheit. Diese wird teuer bezahlt werden, falls nicht rechtzeitig ein kollektives Umdenken stattfindet.

Die Zukunft in Deutschland gehört den Querdenkern nicht den BWL-Uniabsolventen

Als Firmengründer hatte ich es nicht immer leicht. Vor allem mit meinen asiatischen Wurzeln habe ich das Gefühl hier nicht anerkannt zu werden. Man muss sich ständig rechtfertigen und Beweise vorlegen. Das haben mein Team und ich getan. Innerhalb von drei Jahren haben wir ohne finanzielle Mittel eine hochkomplexe Analysesoftware in der Cloud entwickelt und erfolgreich an den Start gebracht.

Viele Unternehmen sind dabei bereits gescheitert. Unser Startup ist der Beweis das Geld alleine nichts bewegen kann. Es geht um die Vision und den Glauben daran die Welt zu verändern.