Die digitale Transformation beschreibt den allgemein Wandlungsvorgang von analogen Prozessen/Unternehmen zu digitalen und datengetriebenen Geschäftsmodellen und Organisationen.

Steckt Deutschland am Anfang einer länger anhaltenden Systemkrise? Die Wirtschaftsleistung vieler mittelständischer Betriebe kühlt derzeit stark ab. Die Weltkonjunktur strauchelt, politische Spannungen bilden sich heraus und andere Länder wie China befinden sich bereits in der Zukunft. Doch wie sieht unsere Zukunft aus? Welche Chancen und Risiken ergeben sich daraus? Fest steht, dass der neue Rohstoff die Daten sind. Konzerne die Daten kontrollieren, kontrollieren auch die Macht. Aus der Geschichte lernen wir ganz klar, dass “Divide et impera” – Teile und herrsche, in wenigen Händen zum Problem werden kann. Doch gerade Deutschland hat gute Voraussetzungen, die Digitalisierung in eine sozialverträgliche und ökologische Bahn zu lenken. Sogar die Bundesregierung schaltet sich ein. Im Frühjahr 2020 soll eine interessante Cloud-Initiative mit der Bezeichnung Gaia X starten.

Daten sind der Treibstoff für die Digitalisierung

Vor allem klein- bis mittelständische Unternehmen tun sich bei der stetig steigenden Datenflut besonders schwer Daten effizient genug auszuwerten, um fundierte und nachvollziehbare Geschäftsentscheidungen besser treffen zu können. Insbesondere durch Schwächen im Datenmanagement ergeben sich für viele Betriebe immer größere Gewinneinbußen. Daher benötigen mittelständische Unternehmen immer mehr IT-Unterstützung. Teils teure oder veraltete Systeme bremsen ebenfalls die Digitalisierung aus. Die Innovationskraft einer Nation hängt davon ab. Nur gut 8% aller deutschen Unternehmen führen derzeit Big-Data-Analysen durch. Fast 46 % haben sich mit der Thematik noch gar nicht beschäftigt. Häufig fehlten das interne Knowhow und IT-Fachkräfte. [1]

“Unternehmen die ihr Datenmanagement im Griff haben können bis zu 30% mehr Umsatz bei 20% weniger Kosten erreichen.” – Think-With-Google

Und wie nun, können Unternehmen datenbasiert agieren, wenn sich die Daten in zu vielen unterschiedlichen Silos befinden? Im Schnitt verlieren Mitarbeiter bei der Suche nach Daten zwei Stunden am Tag. Die Effizienz sinkt dabei um 18%. Mitarbeiter verschwenden damit 3 Monate pro Jahr. [2]

Projekt Gaia X – Europäische Datenplattform auf Basis des Industrial Data Space

„Durch die Vernetzung von Daten, unterschiedlicher Geräte, Menschen und Maschinen können extrem wertvolle Erkenntnisse für die Industrie, Umwelt, Mobilität, Energie und Gesundheit gewonnen werden. Doch vor allem der Mittelstand in Deutschland, hat das Wesen der Daten und dessen Bedeutung noch nicht ausreichend verstanden.“ – so Bundeskanzlerin Angela Merkel an der Generaldebatte vom 27.11.2019.

Die aus Datenanalysen gewonnenen Erkenntnisse werden auch als Smart-Data bezeichnet. Ein wesentlicher Bestandteil ist auch die Künstliche Intelligenz. Die Bundesregierung plant dazu im Frühjahr 2020 auf Basis der Fraunhofer Technologie IDS [3], das europäische Cloud-Projekt GaiaX zu starten und Ende 2020 in den aktiven Betrieb zu nehmen. [4]

GaiaX ist eine großartige Möglichkeit die Bevölkerung für die Themen, Künstliche Intelligenz und Smart Data zu sensibilisieren.

Klingt etwas seltsam wenn man daran denkt, dass die Politik plant eine Plattform zu bauen und Unternehmen aus der Wirtschaft dazu einlädt teilzuhaben. Aber ich finde es gut das jemand den ersten Schritt wagt und tätig wird. Zwar fehle der Cloud noch die technische Basis. Dies geht aus einem aktuellen Beitrag vom Deutschlandfunk hervor. [5]  Aber keine Sorge, es wurde in der Rede der Bundeskanzlerin angedeutet, dass sich das Ganze im Open-Source-Umfeld und als Open-Data bewegen solle. Meiner Meinung nach der völlig richtige Weg. Denn Wissen und Technologie sollten stets als Allgemeingut für die Gesellschaft dienen.

Hintergrund zum Verfasser des Artikels:

David Patrick Chang ist Gründer der ABIS Analytics Cloud – Eine Plattform die Daten, Prozesse, Mitarbeiter und Künstliche Intelligenz miteinander verknüpft. Er und sein Team haben bereits im Mai 2014 damit begonnen an der Vision zu arbeiten. Im Herbst 2018 wurde die erste Version der Datenplattform ABIS, aus eigenen Mitteln erfolgreich fertigstellt und in den Testbetrieb genommen. Aktuell arbeitet das Team an der Beta-Version, mit Universitäten und Unternehmen aus der Region zusammen. Der offizielle Launch der Plattform ist für Sommer 2020 geplant.

Datenplattformen können den Austausch von Informationen, aber auch neue intelligente Dienste und die Automation von Verwaltungsprozessen fördern.

Die Informationsmöglichkeiten einer Stadt verbessern

Die Stadtverwaltung und öffentliche Einrichtungen bieten nützliche Informationen und Funktionen für ihre Bürger an. So soll es möglich sein für einen Standort auf einer interaktiven Karte, die genauen Öffnungszeiten, Kontaktinformationen und die geschätzte Wartezeit für Behördengänge anzuzeigen. Man könnte über eine mobile App sogar direkt einen Termin bei der Behörde vereinbaren.

Ideen für neue innovative Online-Services entwickeln

Insgesamt könnten alle öffentlichen Gebäude und Behörden auf der Karte verzeichnet werden. Bürger und Bürgerinnen können öffentliche Einrichtungen und Verwaltungsstellen der Stadt auf einer Karte über ein Formular bewerten. So kann die Stadtverwaltung die Qualität ihrer Angebote und Dienste auswerten, gezielter auf Beschwerden eingehen und ihre Leistungen punktuell verbessern. Angestellte der Verwaltung erhalten sogar ihr personalisiertes Cockpit (Dashboard) um tagesaktuelle Statistiken, Beschwerdeeingänge, Termine, Anfragen etc. zu überblicken.

Bewertungen von öffentlichen Einrichtungen und Diensten könnten auch anonymisiert abgegeben werden. Alle Bewertungen müssen vorher von einem entsprechenden Administrator der Stadt freigeschalten werden. Ein besorgter Bürger könnte ein Schlagloch auf dem Fahrradweg melden, andere Bürger aus der Nachbarschaft können dies entdecken und ebenfalls ihre Stimme laut machen damit der Schaden schnell behoben wird.

Menschen im Quartier vernetzen und Kooperationen stärken

Über öffentliche und private Chat-Kanäle können sich Bürger/innen untereinander, oder mit der Stadtverwaltung besser vernetzen. Die Kombination aus einer Karte, Suche und Chat-Möglichkeit in geschlossenen oder offenen Gruppen, ermöglicht viele neue Möglichkeiten. So können Bürger spielend leicht wie in einem offenen sozialen Netzwerk, Aktuelles aus der Stadt entdecken oder neue gemeinsame Initiativen starten.

(Behörden-)Alltag im Quartier verbessern und das Leben erleichtern

Über einen Chat-Bot können Formulare leichter und schneller angefragt bzw. heruntergeladen werden. Man könnte sogar eine automatisierte Hilfestellung anbieten um Formulare direkt auf dem Handy im Chat auszufüllen und gesichert an die Behörde zu übermitteln. Anschließend könnten sogar Termine oder Erinnerungen für einzelne Behördengänge über die App abgewickelt werden.

Nachbarschaften und Nachbarschaftshilfe im Quartier fördern

Da manche Chat-Räume öffentlich und über die Karte oder Suche schnell und einfach zu finden sind, können sich Bürger gezielt untereinander austauschen und zusammenschließen. Über die App können gemeinsame Initiativen angestoßen und organisiert werden die das Zusammenleben fördern und einen Schritt nach vorne machen um die Stadt der Zukunft mitzugestalten.

wenn intelligente analysebots die aufgaben eines datenanalysten übernehmen

Intelligente Analysebots könnten Daten bald selbständig auswerten und an Mitarbeiter kommunizieren

Laut einer Studie der IDC, soll sich die jährlich erzeugte Datenmenge, bis 2025 verzehnfachen. Viele mittelständische Unternehmen ersticken bereits jetzt, in einer Flut von Daten. Überall fehlen Fachkräfte und Analysten. Wer soll das enorme Potential von Daten überhaupt noch heben? Das Berichtswesen und die Datenanalyse werden immer zeitaufwendiger, die Kosten steigen.

Ein Abteilungsleiter einer Marketingagentur investiert fast 30% seiner Zeit, Auswertungen zu erstellen, Daten zu interpretieren, oder wichtige Erkenntnisse ad hoc an Kollegen weiterzuleiten. Gleichzeitig ist die Kommunikation von Kennzahlen und Auswertungen oft mühsam. Vor allem wenn komplexe Berichte von Mitarbeitern oder Kunden, ohne fachliche Vorkenntnisse, nicht ohne weiteres verstanden werden.

Ein Startup aus München arbeitet bereits an der Vision

In ABIS übernehmen intelligente Analysebots, die komplexen Aufgaben eines Datenanalysten. Damit müssen Mitarbeiter ihre Daten nicht mehr selbst laufend auswerten um aktuelle Ergebnisse zu erhalten. Bei signifikanten Vorfällen erstellt der Analysebot selbständig, einen leicht verständlichen Bericht, der dann an die verantwortliche Person kommuniziert wird.

Mitarbeiter können ihren Analysebots, ad hoc Auswertungen zuweisen und erhalten blitzschnell ein Ergebnis. Der Mitarbeiter bekommt ein automatisiertes Reporting auf Knopfdruck oder Zuruf. Zudem könnte ein Analysebot die Erhöhung eines Werbebudgets in sozialen Netzwerken vorschlagen, da diese sich womöglich, positiv auf die Ergebnisse einer Kampagne auswirken könnte. Der Mitarbeiter hat nun die Möglichkeit mit ABIS die vorgeschlagene Maßnahme direkt in Auftrag zu geben.

Smart Data City App München

Zu den beiden Firmengründern

Die Gründer David Patrick Chang und Daniel Janz sind überzeugte Datenaktivisten. Sie haben während ihrer Tätigkeit in Konzernen und mittelständischen Unternehmen bereits früh erkannt, dass Daten und Informationen ein wertvolles Allgemeingut sind und nicht einfach Wenigen überlassen werden sollten. Daten können Menschen dazu bewegen umzudenken. Aus diesem Grund möchten die Gründer die Daten-Demokratisierung weiter vorantreiben. Mehr erfahrt ihr hier 🙂

founder of abis cloud

In einem Projekt mit der Hochschule Kiel haben wir unsere Software ABIS zur Verfügung gestellt. Es ging darum mit einem fiktiven Szenario, die 50 Studenten aus dem Kurs für das Thema Social Business Intelligence zu begeistern. Die Studenten sollten ein Szenario innerhalb einer Firma nachstellen und mit Hilfe von ABIS untersuchen, wie Social Business Intelligence für die Steuerung von Teams eingesetzt werden kann und welche Vorteile es bringt.

 

Das Social BI Fallbeispiel und die Aufgabenstellung

Die SmartTech Ltd. vertreibt weltweit verschiedene Hardware Produkte. Die neuesten Produkte sind zwei Versionen eines Smartphones, einer SmartHome Lösung und einer Dashcam für Fahrzeuge.

Produkt Kosten / Einheit Verkaufspreis / Einheit
Smartphone RX20 Lite 300,00 € 699,99 €
Smartphone RX30 Pro 350,00 € 899,99 €
SmartHome 800,00 € 1099,99 €
Dashcam GetFamous 50,00 € 99,99 €

Seit der Markteinführung, der oben benannten Produkte in 2017, wurden auf verschiedenen Werbeplattformen Anzeigen geschaltet. Neben der klassischen Vermarktung sollten in Online-Medien aktuelle Themen angesprochen werden um die Zielgruppe besser zu erreichen.

 

Fragestellungen mit Hilfe des Marketing KPI-Dashboards beantworten

Mithilfe des Social Business Intelligence Tools ABIS sollten die Plattformen Facebook, Twitter, Instagram und Google ausgewertet werden. Folgende Fragestellungen wurden näher beleuchtet:

  1. Über welche Werbeplattform wurden in den letzten 90 Tagen die meisten Impressionen generiert?
  2. Welche Plattform hat bisher den größten Marketing ROI erwirtschaftet?
  3. Gibt es einen Zusammenhang zwischen Anzahl der Impressionen und Anzahl der Bestellungen?

Wer ist der „Verlierer bzw. Gewinner“ der vier Produkte? Mit diesem gewonnenen Wissen sollen die Kampagnen für die Zukunft besser gestaltet und verstärkt auf Social Media beworben werden um die Produkte effizienter zu vermarkten.

Wie wurden die fiktiven Daten für das Fallbeispiel generiert?

Erstmal mussten fiktive Demo-Daten erzeugt werden. In der Regel würde man davon ausgehen, dass es kein Problem sei, solche Daten zu erzeugen. In der Praxis ist jedoch die Erstellung von realistischen Demo-Daten gar nicht so trivial. Es müssen nämlich Variationen und sinnvolle Zusammenhänge in den Daten abgebildet werden. Zugleich sind die Zufallsgeneratoren der meisten Tools nicht ausreichend genug um Anomalien einzusetzen. Wie wurde das Problem also gelöst?

Drei Schritte um realistische Demo-Daten zu erzeugen:

  1. Die Abfolge von Kennzahlen in einem Trichter modellieren. Anders ausgedrückt, die wichtigen KPIs aus dem Online-Nutzer-Fluss von Sichtung der Werbeanzeige bis hin zur Bestellung bzw. Rücksendung korrekt abbilden.
  2. Die Abfolge der Kennzahlen je Produkt und Werbekanal anders gewichten und gruppieren. Manche Kanäle haben mehr, andere weniger Traffic etc.
  3. Für jede Gruppe im zeitlichen Verlauf, Anomalien oder Trends einsetzen. Auf bereits bestehenden Zufallswerten, die jedoch relativ flach verlaufen, wurde eine logarithmische Gleichung eingesetzt um die Tageswerte zu randomisieren.

Als Ergebnis fiel ein CSV-Dokument heraus, welche wiederum in das Data-Warehouse importiert werden sollte. Hier ein Screenshot der Quelldatei:

fh kiel datensatz

Mit einer Excel-Formel wurden die Daten dann so verändert das mehr Zufall eingebaut wurde, siehe Chart:

randomizer chart

Zeitlicher Verlauf der Testdaten nach der Implementierung des Randomizer

Die reproduzierbare Integration der Quelldatei in das Data-Warehouse Zielschema

Um die Daten aus dem CSV in ein auswertbares Format zu übertragen, wurde eine ETL-Strecke entwickelt. “ETL” steht für “Extract, Transform and Load”. Es beschreibt das Verfahren um eine Quelldatei in ein bestimmtes Zielschema der Datenbank zu importieren. Wichtig hierbei ist die Reproduzierbarkeit, damit man über die selbe ETL-Strecke auch neue Daten additiv anfügen kann.

Wir haben dafür in ABIS ein Data-Blending-Verfahren entwickelt, dass es uns erlaubt aus einer korrekt formatierten Quelldatei ein Schema automatisiert zu erkennen und zu erstellen. Damit spart man sich im Vergleich zu anderen Business Intelligence Tools 100% der Zeit für die Modellierung von Daten. So konnte die effektive Arbeitszeit von 6-8 Stunden auf wenige Sekunden reduziert werden. Wir verwenden ein klassisches Sternschema. Hier werden die Eingangsdaten in Dimensionen und Metriken unterteilt. Anbei findet sich das Datenmodell als Skizze:

Erstellung des Dashboards mit entsprechenden Drill-Down Funktionen

Anschließend wurde das Dashboard entwickelt. Mit diesem soll es möglich sein, einen tieferen Einblick in die Kennzahlen zu bekommen. Im Vergleich zu anderen Dashboards, die sich zumeist flach verhalten, besteht in ABIS die Möglichkeiten die Charts je nach Fragestellungen genau in die richtige Ausrichtung zu filtern und zu gruppieren. So können viel schneller Anomalien in den Daten gefunden werden. Entsprechende Filter und Gruppierungen, können als “Set-Konfiguration” in einer Karte gespeichert werden. Diese Karten können anderen Teilnehmern einfacher und reproduzierbar zur Verfügung gestellt werden.

 

Das Ergebnis aus der Aufgabenstellung und die Vorteile in der Analyse mit ABIS

Folgende Teilschritte konnten wir im Vergleich zu einer händischen Erstellung automatisieren. Ein Business Intelligence Experte würde hierfür ca. einen Manntag benötigen. BI-Spezialisten sind derzeit sehr gefragt und verlangen im Durchschnitt 1.000 Euro pro Tag. Mit ABIS konnten wir die Arbeitszeit von einem Manntag auf unter eine Minute reduzieren.

Hier die Teilschritte die durch unser automatisiertes Data-Blending-Verfahren eingespart werden konnten:

  • File in Datenbank laden
  • Datenmodell erstellen
  • Update Skript schreiben

Durch ein automatisiertes Data-Blending Verfahren konnten wir 140.000 Zeilen innerhalb von einer Minute integrieren und dabei 1.000 Euro BI-Kosten einsparen.

Die Studenten konnten nun mit dem Dashboard alle oben genannten Aufgaben innerhalb von kurzer Zeit lösen. Im Vergleich zu anderen BI-Tools konnten wir mit Hilfe des Auto-Data-Blendings viel Zeit einsparen und schnelle Ergebnisse liefern.

dashboard for multiple facebook and google analytics accounts

 

 

munich skyline

Wie zwei Gründer Deutschland digitalisieren möchten

David und Daniel sind Gründer einer innovativen Internetplattform aus München. Die dezentrale Cloud Lösung des Startups ermöglicht den schnellen und effizienten Aufbau von datengetriebenen Apps. Mit ABIS können komplexe Datenströme aus Big Data einfacher zusammengefasst, verwaltet, analysiert und für die effiziente Steuerung von Prozessen eingesetzt werden.

Unser Startup entwickelt die Datenplattform der Zukunft

Einfacher ausgedrückt. Stellen Sie sich vor in ABIS gemeinsam mit anderen Teilnehmern öffentlich über die letzten Wahlergebnisse zu diskutieren und dafür valide Statistiken hinzuzuziehen. ABIS liefert selbständig oder auf Abruf Berichte an Mitarbeiter, damit Probleme und Chancen frühzeitig erkannt werden können. Schüler recherchieren mit Hilfe von ABIS, welche Auswirkung der Klimawandel auf ihre Region hat. Bürger diskutieren über Bauinvestitionen, die von der Gemeinde geplant worden sind.

data interface in car

Smart Data im Fahrzeug und die Mobilität der Zukunft

Die digitale Transformation ist ein Kampf gegen Windmühlen

All das ist nicht mehr nur Science-Fiction, sondern in greifbarer Nähe. Doch es gibt ein Problem. Das Potential von neuen innovativen Digitalprodukten wird immer noch verkannt. Den Meisten ist gar nicht bewusst, welche Chancen sich aus der digitalen Transformation für Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft bieten. Daher haben es sich die beiden Firmengründer zur Aufgabe gemacht aufzuklären.

“Ich bin davon überzeugt, dass die Menschen eines Tages aufwachen werden und eine völlig neue Welt vorfinden. Die Frage ist, wie weit man in der Lage ist diese mitzugestalten oder halt nicht.” – David Chang Gründer von ABIS

Europa kann die Digitalisierung in eine sozialverträgliche Richtung lenken

Und doch, die neue digitale Welt kann nur gemeinsam aufgebaut werden. Europa hat hierfür ein enormes Potential und vor allem auch den Geist, die Digitalisierung in eine sozialverträgliche Richtung zu lenken. Es gibt bereits einige tolle Projekte aus Deutschland, doch die meisten Digitalprodukte stammen nach wie vor aus den USA und jetzt auch China. Und wohin wird die Reise mit künstlicher Intelligenz gehen? Wird Deutschland als Industrienation abgehängt, wenn die Maschinen intelligenter werden und sich von ihren alten Herren lösen?

Wieso es gerade in Deutschland so schwer ist ein Unternehmen aufzubauen?

Das liegt zum einem an der Haltung von Investoren, die jedes Risiko scheuen und erst einsteigen wenn alles läuft. Zum anderen fehlt es an staatlichen Förderprogrammen, die überschaubar und einfach zu beantragen sind. Es gilt aktuell, nur die Stärksten überleben. Gleichzeitig spielt es eine große Rolle wie man vernetzt ist und woher man kommt. Die Probleme und Auswirkungen an dem ganzen Trauerspiel sehen wir jetzt. Immer weniger Gründer und Gründerinnen, die sich trauen ein Startup zu gründen. Der derzeitige Arbeitsmarkt bietet aktuell einfach viel mehr Sicherheit und ein gutes Einkommen. Doch wie lange hält dieser Boom noch an?

Wann anfangen zu digitalisieren wenn nicht jetzt?

Die Gründer von ABIS stehen all dem immer noch positiv gegenüber. Auch wenn es nicht gleich klappt, die aktuelle Marktentwicklung und der ABIS “Digitalisierung-Baukasten” werden uns langfristig Recht geben, so der Firmengründer David. Aus diesem Grund haben es sich die beiden Gründer zum Ziel gesetzt in den nächsten Monaten, viel Zeit und Aufwand reinzustecken um Digitalisierungsprojekte in Rekordzeit umzusetzen und darüber aktiv in den Medien zu berichten.

founder of abis cloud

Die Firmengründer David links im Bild, Daniel rechts vor einer Zeitmaschine einer Künstlerin aus München

Quellen:

https://de.statista.com/statistik/daten/studie/183869/umfrage/entwicklung-der-absoluten-gruenderzahlen-in-deutschland/
https://www.welt.de/wirtschaft/article178632346/Gruenderreport-2018-Darum-wagen-es-viele-nicht-ein-Unternehmen-zu-gruenden.html

Wir arbeiten tagtäglich damit. Es bestimmt mittlerweile sogar was wir konsumieren, Denken, Wissen oder vielleicht sogar fühlen. Und doch, die wenigsten kennen die enorme Bedeutung dessen und welche Zukunftsideen es dafür gibt. Das Wort “Internet” ist aus dem Englischen „Inter+network“ zusammengesetzt. Ins Deutsche übersetzt auch „Inmitten-Netzwerk“. Also ein Netzwerk das zwischen vielen Computern eine gemeinsame Verbindung herstellt. Dabei kann sich jeder Rechner mit jedem anderen Rechner verbinden.

Die Anfänge des Internets liegen weit zurück

Als die ersten Haushalte und Unternehmen eigene Telefonanlagen installiert haben, wuchs die Welt auf einmal viel enger zusammen. Man musste sich damals über zentrale Telefongesellschaften, an die andere Leitung vermitteln lassen, um jemanden anzurufen. Jedes Telefon hatte eine eigene feste Adresse, so konnten die Mitarbeiter von den Vermittlungsanlagen die Stecker miteinander verbinden bzw. routen 🙂

Related image

Eine alte Telefonvermittlungsanlage – Quelle: troeger.eu

Warum das Internet entwickelt wurde

Universitäten und Forschungseinrichtungen wollten damals schneller und effizienter Informationen austauschen. Damals gab es noch Großrechner, die ganze Räume füllten. Das erste Internet entstand also aus der Vernetzung dieser Großrechner heraus. Dass es aus einer militärischen Intension entstanden ist, ist dabei nur eine Legende.

Ein Großraumrechner – Quelle: Techpinions

Vom Web 1.0 bis zum heutigen Web 3.0

Das Internet hat mehrere großartige Transformationen hingelegt. Das Internet hat sich vom Web 1.0, Web 2.0 bis zum Web 3.0 weiterentwickelt.

Das Web 1.0 bezeichnet die Anfänge des noch jungen Internets. Es steht für die Ansammlung von Webseiten, die vollständig durch s.g. „Hyperlinks“ verbunden waren. Allgemein ging es im Web 1.0 um statische Websites, die noch keine interaktiven Inhalte bereitstellten. Ein Hyperlink ist ein einfacher Link der einen User zu einer anderen Webseite weiterleitet. Das Netz war geboren.

Das Web 2.0 wurde auch oft mit den Anfängen der sozialen Netzwerke gleichgesetzt. Es beschreibt eine Umgebung, wo nun auch, Nicht-Experten, Benutzer-Generierte-Inhalte (User Generated-Content) und Medien einfach und unkompliziert zur Verfügung stellen konnten.

Das semantische Web beschreibt unter anderem die Art und Weise wie Suchmaschinen, Inhalte auf Seiten besser verstehen, um Nutzern Informationen noch schneller und zuverlässiger zur Verfügung zu stellen. Dabei dreht sich vieles auch um Graph-Datenbanken. Mit Hilfe der Cloud ist auch einiges machbar war vorher schlichtweg viel zu teuer gewesen wäre. Wo z.B. viele neue SaaS-Anwendungen entstehen können, weil Rechenkapazität auf Knopfdruck zur Verfügung steht. Und das auf einer skalierbaren und einfach zu installierenden Infrastruktur.

Das Web 3.0 soll stärker vernetzt, offen und intelligent sein. Mit semantischen Web-Technologien sind völlige neue Ansätze der Informationsübermittlung denkbar. Verteilte aber hoch vernetzte Datenbanken und natürliche Sprachverarbeitung, sowie maschinelles Lernen, ja sogar Denken führen ganz klar zu autonomen Agenten hin.

Das smarte Web 3.0 zur Schwelle von 4.0

Wenn man von künstlicher Intelligenz  spricht dann meint man das Web 4.0. Das Internet wird in Zukunft intelligente Assistenten anbieten, die für einen Informationen suchen und finden. Man spricht auch vom neuen „Web OS – Operating System“. Vielleicht ist das Internet die Geburt einer höheren Intelligenz die unser Leben bereichern kann.

Wir selbst bestimmen was wir daraus machen. Aus diesem Grund sollte die Digitalisierung ernster genommen werden. Man muss sich damit beschäftigen oder dafür entscheiden stehen zu bleiben und abzuwarten was passiert.

Ein Teil des Internets der visualisiert wurde – Quelle Wikipedia (The Opte Project)

Sources:

https://lifeboat.com/ex/web.3.0

https://de.wikipedia.org/wiki/Internet

https://en.wikipedia.org/wiki/IBM_7090

tablet to order food on ewr airport

Ich bin erst kürzlich von einer längeren Reise aus New York gekommen und war verwundert wie weit doch die Digitalisierung in den USA im Vergleich zu Deutschland fortgeschritten ist. Ein nettes Beispiel findet sich bei einer der internationalen Flughäfen von New York (EWR). Mir ist aufgefallen das man in den USA Self-Service groß schreibt. Dort gibt es kaum noch Servicepersonal an Kassen, man scannt die Produkte selbst ein und zahlt meist mit Kreditkarte oder am Automaten. Bestellen kann man mit Tablets, die an fast allen Tischen aufgestellt wurden. Auch die Bannerwerbung macht deutlich wo künstliche Intelligenz sinnvollerweise derzeit eingesetzt wird.

In den amerikanischen Schulen ist es mittlerweile Standard das die Eltern über eine App die Noten ihrer Kinder jederzeit einsehen können. Man sagt das die Asiaten dazu neigen Konzepte aus der westlichen Welt zu kopieren. Ich habe die Befürchtung das wohl Europa dazu neigt, vor allem Deutschland, digitale Konzepte aus den USA zu kopieren. Es gibt genug Beispiele dafür, angefangen bei den sozialen Netzwerken bis hin zu E-Commerce Modellen. Im Silicon Valley spricht man auch von den deutschen „Copy-Cats“. Bestes Beispiel für den deutschen „digitalen Erfolg“ gibt Rocket-Internet und ganz vorne dran die Samwer-Brüder.

Wo soll das Ganze hinführen? Stehen wir kurz vor einem aus der doch so hoch gelobten deutschen Erfindernation? Und doch die meisten neuen Patentanmeldungen stammen aus dem deutschen Mittelstand. Doch bestimmend für die Zukunft der Digitalisierung sind keine Patente, sondern Startups. Aus eigener Erfahrung muss ich leider sagen das Deutschland im Hinblick auf die Digitalisierung keine große Rolle spielt. Die größten Internetfirmen stammen aus den USA, vorne weg mit Google, Microsoft, Facebook etc.

In New York sind mir viele Plakate für AI-Produkte aufgefallen die bereits im Einsatz sind

Deutschland hat meiner Meinung nach folgendes Problem: Zu viele Berater, zu wenig Macher. Es wird viel geredet, noch weniger gehandelt. Die Politik und Startup-Szene hierzulande befeuert vermeintlich innovative Unternehmen und blendet sich damit oft selbst. Die Bildung und das Grundverständnis für digitale Konzepte ist in der Bevölkerung kaum vorhanden. Es fängt bereits mit den populärsten Begrifflichkeiten „Digitalisierung“, „Big Data“ und neuerdings auch „KI“ an. Diese Begriffe werden für fast alles verwendet, was mit innovativen digitalen Konzepten zu tun hat.

In den 5 Wochen meiner USA Reise hatte ich geschäftlich mehr erreicht als in den letzten 5 Jahren in Deutschland. Wieso? Leider wirken auch deutsche Investoren und Entscheider aus vielen Unternehmen oft hilflos, wenn es um das Verständnis von digitalen Konzepten, oder gar dem Internet geht. Man richtet sich nach der Presse und den aktuellen Trends die heiß diskutiert werden.

In den USA geht es darum mit Tools das Leben einfacher, nicht komplizierter zu machen

Gibt es einen Ausweg aus diesem “deutschen” Dilemma? Meiner Meinung nach wird es schwierig, denn wieso sollte man sich hierzulande eingestehen das man Fehler macht? Diesmal spielt nicht nur der Erfindergeist eine wesentliche Rolle, sondern die Gesellschaft als Ganzes. Eine Änderung ist zäh und ungewiss. Ein Land kann nur in vereinten Kräften den digitalen Wandel meistern. Die deutsche Regierung muss ein Ökosystem für Startups schaffen die sich nicht aus eigner Kraft tragen können, jedoch interessante Konzepte verfolgen. Man muss endlich damit aufhören Ideen verbal auseinander zu reißen und sich vielmehr tiefer mit den Konzepten beschäftigen. Alles andere wäre nur eine Ablenkung der eigenen Unwissenheit. Diese wird teuer bezahlt werden, falls nicht rechtzeitig ein kollektives Umdenken stattfindet.

Die Zukunft in Deutschland gehört den Querdenkern nicht den BWL-Uniabsolventen

Als Firmengründer hatte ich es nicht immer leicht. Vor allem mit meinen asiatischen Wurzeln habe ich das Gefühl hier nicht anerkannt zu werden. Man muss sich ständig rechtfertigen und Beweise vorlegen. Das haben mein Team und ich getan. Innerhalb von drei Jahren haben wir ohne finanzielle Mittel eine hochkomplexe Analysesoftware in der Cloud entwickelt und erfolgreich an den Start gebracht.

Viele Unternehmen sind dabei bereits gescheitert. Unser Startup ist der Beweis das Geld alleine nichts bewegen kann. Es geht um die Vision und den Glauben daran die Welt zu verändern.