Geschäftsanalytik, englisch Business Intelligence (Abkürzung BI) ist ein Fachbereich der Analytik der sich auf die Verarbeitung, Auswertung und Interpretation von Geschäftsdaten konzentriert. Der Business Intelligence Markt wird von Anbietern wie Microsoft, Tableau, Looker, Qlik und SAP beherrscht. Business Intelligence hat das Ziel aus Geschäftsdaten Informationen für Manager und Mitarbeiter zu gewinnen um auf Basis der Erkenntnisse, fundierte Entscheidungen treffen zu können. Ähnliche wie bei der Entwicklung des Web 1.0 bis Web 4.0 spricht man auch in der BI von mehreren unterschiedlichen Entwicklungsphasen. Aktuell wird das Thema Cloud in Bezug auf BI immer interessanter da die klassische BI meist Software Angebot “on-premise” also einer Installation auf dem lokalen Rechner unterstützt hatte.

Große Unternehmen wie Amazon, Google und Co. machen es vor und setzen intelligente Modelle und Algorithmen ein, die erstaunlich präzise Vorhersagen über das Kaufverhalten von Kunden treffen können. Doch die Zukunft vorherzusagen, bleibt und ist eine schwierige und immer noch ungenaue Angelegenheit. Gelernte Muster aus der Vergangenheit können nur mit einer bestimmten Wahrscheinlichkeit, Auskunft über die nächsten Tage oder Wochen geben. Diese Muster gelten auch nur solange bis sich, die darunterliegenden Parameter stark verändern. So könnte sich bei vollständiger Erneuerung einer Webseite, das vorherige Muster komplett von dem Neuen unterscheiden. Eine Vorhersage zu treffen, wie diese neue Webseite bei den Kunden ankommt, wäre ohne entsprechenden Erfahrungswert so gut wie unmöglich.

Kann man Vorhersagen im Business treffen?

Den gibt es! Mit Hilfe eines doch recht einfachen und pragmatischen Ansatzes. Wie vorhin gelernt, ist die Wahrscheinlichkeit zur Vorhersage eines erwarteten Ereignisses, stark von den darunterliegenden Parametern abhängig. Diese können Prozesse, sowie die Höhe der Werbeausgaben, geplante Post in Social Media, Messeauftritte usw. sein. Auch externe Parameter, die durch Beziehungen mit Kunden, Partnern vorhanden sind können das Bild verzerren.

Wenn das so ist dann sollte man meinen, dass die Lösung in der Planung an sich liegt. Die Zukunft vorherzusagen auf Basis von geplanten Aktionen ist doch eigentlich recht logisch. Wir haben als Menschen eine wunderbare Gabe, nämlich unsere Zukunft mit zu gestalten. Ob das auch immer so gelingt wie man sich das zu anfangs vorstellt, das sei erstmal dahin gestellt.

Predictive Analytics funktioniert am besten wenn gilt, “Business as usual”.

Aktuelle und geplante Maßnahmen analysieren

Im Grunde kann man Daten aus aktuellen und vergangenen Prozessen analysieren um die Vergangenheit besser zu verstehen und damit womöglich die Zukunft vorherzusagen. Genauso wichtig ist es geplante Maßnahmen zu analysieren und in die Prognosen einfließen zu lassen. Doch das ist schwierig denn man hat noch keine Messwerte, da die Maßnahmen erst noch ausgeführt werden müssen. Vielleicht hat man zufällig Erfahrungswerte ähnlicher Maßnahmen, das wäre schon ein guter Anfang.

Den Einfluss einer geplanten Aktion bewerten

Geplante Maßnahmen werden selten in die Analyse eingebracht. Wieso auch, es sind ja in der Regel keine Daten vorhanden. Aber das macht nichts, erschaffen Sie selbst welche. Diese Daten könnten als Annahme dienen. Je öfter sie Erwartungen und die tatsächlichen Ergebnisse miteinander vergleichen desto besser wird ihre Fähigkeit Annahmen zu treffen.

Sie finden dann alles recht abgedreht und überzogen? Dann denken Sie einfach an eine Simulation. Hier werden mögliche eintretende Aktionen in einem Plan einfach mal durchgespielt. Die Analyse der eingetretenen Effekte kann dann Auskunft über die nächsten Ergebnisse geben.

Falls Sie vor haben Predictive Analytics in ihrem Unternehmen aktiv einzusetzen dann denken sie daran, die operative Planung mit in die Betrachtung einfließen zu lassen. Ist Ihnen der Aufwand hierfür zu hoch dann sollten Sie darüber nachdenken eine Analyse-Softwarelösung als Bindeglied zwischen Ihren Tools und IT-Lösungen einzusetzen um die Verfügbarkeit aller nötigen Datenpunkte in die Bewertung mit einfließen zu lassen. Nur die Vergangenheit zu betrachten und für Predictive Analytics im Online-Marketing einzusetzen wäre teils vergeudete Zeit.

Über den Autor und Gründer von ABIS

David Patrick Chang ist Gründer eines Cloud Analytics Startups aus München und Visionär im Bereich der künstlichen Intelligenz. Sein Team und Er arbeiten mit Universitäten und Startups an intelligenten Cloud Business Apps die dafür eingesetzt werden, Daten automatisiert zu analysieren und aktiv für die Steuerung von Prozessen einzusetzen.

Was ist die TDWI Konferenz überhaupt?

Auf der TDWI Konferenz in München treffen sich einmal im Jahr die größten Spieler der Data Analytics und Business Intelligence Branche um sich über aktuelle Themen und Trends im dem Umfeld auszutauschen. Die Konferenz wird vom TDWI-Verein organisiert. Der Verein ist einer der größten Business-Intelligence-Wissensplattformen und Netzwerke in Europa.

Dieser hat über 6.000 Mitglieder weltweit und allein in Deutschland 1.200 Mitglieder. Das Format stammt ursprünglich aus den USA und hat in Europa seinen Siegeszug fortgesetzt. Seit 15 Jahren treffen sich BI-Experten, BI-Projektleiter, Leiter BICC, Business & Data Analysts und Consultants auf der TDWI Konferenz um sich fachlich auszutauschen, das Netzwerk zu erweitern und voneinander zu lernen. Auch dieses Jahr gab es wieder spannende Vorträge zu Analytics, Machine Learning, AI, Data Science, Cloud, Digitalisierung, IoT u.v.m.

 

Der BI-Markt wächst das spürt man auch auf der TDWI-Konferenz

Der Business Intelligence Markt wächst laut einer Erhebung der Stratistics MRC jedes Jahr um durchschnittlich 11%. Bis Ende des Jahres 2022 soll dieser einen jährlichen Umsatz von weltweit knapp 30 Mrd. US-Dollar erreichen. Diese Euphorie ist auch auf der TDWI-Konferenz in München deutlich zu spüren. Jedes Jahr kommen mehr Besucher und Formate dazu. Mit Trendthemen wie künstliche Intelligenz, Cloud Analytics und Hackathons konnte die Konferenz deutlich punkten. Es ging primär darum, gemeinsam zu lernen und nicht nur seine Produkte zu vermarkten.

Rick van der Lans Vortrag zum Thema Big SQL Lösungen

SQL lebt, sei kein stumpfer Nachläufer

Besonders gut haben mir die Vorträge von Rick van der Lans gefallen. Die Themen erstreckten sich von Datenvirtualisierung, Big SQL Lösungen bis hin zur Datenarchitektur. Im Konsens bestand seine witzige Art und Weise, die Dinge perfekt und verständlich zu erklären darin, nicht allen neuen Trends hinterher zu laufen, sondern hinter die Kulissen zu schauen und fachlich an guten Konzepten zur Datenmodellierung bzw. Architektur zu arbeiten. Am Ende seien die meisten Technologien auch nur weitere Instrumente um grundlegende Probleme zu lösen. Angefangen bei der Anforderungsanalyse bis hin zur Umsetzung eines Business Intelligence, oder Big Data Projektes kann entweder alles kompliziert oder pragmatisch gelöst werden. Viele weitere spannende Vorträge aus dem TDWI Programm in 2019 haben gezeigt was möglich ist und was getan werden kann um BI-Projekte erfolgreich umzusetzen.

Rick van der Lans zum Thema Big Data Architektur am letzten Tag der Konferenztages

Vor allem Spaß soll es auf der TDWI-Konferenz in München machen

Das ist das Motto der Young Guns. Die Young Guns sind eine Initiative des TDWI e.V. um auch die junge Generation von dem Thema Business Intelligence zu begeistern. Wer bei den Young Guns und dem Verein Mitglied ist profitiert von tollen Networking Events und einem fundierten Expertenaustausch. Regelmäßig werden neue Veranstaltungen geplant und das in der gesamten DACH-Region. Als Neuankömmling der Young Guns freue ich mich gemeinsam mit den Kollegen den Raum München zu repräsentieren und den Verein zu unterstützen.

An dem Stand der Young Guns wurde Mario Cart gespielt :-)

Fazit zur TDWI Konferenz 2019 in München

Es hat sich auf jeden Fall gelohnt dabei zu sein und sich mit der kleinen aber feinen Business-Intelligence-Gemeinschaft zu vernetzen. Viele spannende Fachvorträge sehr viel Wissenstransfer und die besten Kontakte aus der Branche sind mein Fazit zur Konferenz. Ich werde auch nächstes Jahr gerne wieder teilnehmen und eventuell in den kommenden Jahren vielleicht sogar selbst Fachvorträge halten und die Besucher mit spannenden Themen aus der Business Intelligence und Big Data Analytik begeistern 🙂